Ab dem 29. Oktober 2026 läuft der Dokumentarfilm „BIERMANN“ im Kino. Er porträtiert einen Liedermacher, der seit über 60 Jahren die Welt hinterfragt, provoziert und nach dem Motto seines eigenen Liedes lebt: Man soll nicht auf bessere Zeiten warten.
Im November wird Wolf Biermann 90 Jahre alt. Seine Texte sorgen seit Jahrzehnten für kleine und große politische Beben. Nun kommt ein Film in die Kinos, der diese Jahrhundertpersönlichkeit porträtiert.
Ein Film über Haltung
Hinter „BIERMANN“ steht der Dokumentarfilmer Jens Meurer, der mit dem Europäischen Filmpreis und dem Golden Globe ausgezeichnet wurde. Der Film zeichnet Biermanns Biografie als Rückblick nach und verbindet persönliche Erinnerungen mit politischer Zeitgeschichte. Im Zentrum stehen seine Herkunft, seine Hinwendung zur Musik und sein Wirken in der DDR. Ebenso beleuchtet werden das berühmte Kölner Konzert von 1976 samt seinen Folgen sowie sein künstlerisches Schaffen bis heute.

Die Kamera begleitet Biermann bei Begegnungen mit jungen Künstler:innen, Politiker:innen und seiner Familie. Meurer selbst beschreibt sich nicht als Biermann-Fan. Gerade deshalb wurde der Film für ihn zu einer Entdeckung.
Der junge und der alte Biermann im Dialog
Besonders spannend ist die Gegenüberstellung zweier Zeitebenen. Ikonische, teils unveröffentlichte Archivaufnahmen treffen auf den heutigen Biermann. Der junge Biermann tritt dem alten im ständigen Dialog entgegen, und beide sind ebenso eigensinnig wie lebendig.

Gedreht wurde auf analogem 16mm-Film. Das war laut Meurer eine bewusstes Stilmittel und kein Retro-Spleen. Das langsamere Arbeiten schaffe Konzentration und Vertrauen. So entstanden Momente wie die Begegnung des alten Biermann mit seinem jungen Selbst vor dem überlebensgroßen Plattencover in der Ausstellung im Deutschen Historischen Museum.

Filmproduzent, Regisseur und Drehbuchautor Jens Meurer
Premiere im Kino International Berlin
Die Berlin-Premiere am 15. Oktober 2026 war ebenso facettenreich und humorvoll wie der Film selbst. Im anschließenden Gespräch mit Jens Meurer tat der Liedermacher, was er am liebsten tut. Er ging ins Publikum und erzählte eine Geschichte, diesmal über das Kino International. An diesem Abend wurde zudem spürbar, welch großes Gemeinschaftsprojekt und welches Team hinter dem Film stehen. Die Premiere war ein Erlebnis.
Ein Künstler, der nie verstummte
Wolf Biermann hat nie aufgehört, seine Stimme zu erheben. Dennoch liegt der letzte längere Film über ihn mehr als 40 Jahre zurück, er entstand 1982. Jens Meurers Dokumentarfilm zeigt Biermann nun nah, menschlich und kantig, aber nie zynisch. Zu sehen ist ein Sänger, Lyriker, Gitarrist, Pianist und Komponist, der bis heute um die richtigen Worte ringt.
„BIERMANN“ läuft ab dem 29. Oktober im Kino
Zudem steht Unterrichtsmaterial zum Film zum kostenfreien Download bereit: https://www.majestic.de/presse/biermann/biermann_kc.pdf
Weitere Links:
Trailer: https://youtu.be/9Orl9F6rDpw?si=xc5EiP5pfIPPMOfk
Website: www.biermann-derfilm.de


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