Was in den 1970er Jahren in Gorleben als Plan für ein Nukleares Entsorgungszentrum begann, entwickelte sich über Jahrzehnte zu einer der bekanntesten Protestgeschichten der Bundesrepublik. Bis heute gilt sie als eindrucksvolles Beispiel dafür, wie eine engagierte Zivilgesellschaft mit Beharrlichkeit und unterschiedlichen Formen der Beteiligung Einfluss nehmen kann. Bezug zur Gegenwart … mehr
Buchcover: Gudrun Hackenberg, „Das Geschenk der leeren Hände. Annemarie Ackermann – Eine Biografie", danube books. Abdruck mit freundlicher Genehmigung des Verlags.
1944 floh Annemarie Ackermann aus der Batschka. Neun Jahre später saß sie im Deutschen Bundestag. Ihr Weg dahin war geprägt von Ausgrenzung und Neuanfang und das macht sie zu einer der ungewöhnlichsten Abgeordneten der frühen Bundesrepublik. Am 20. Juni wird mit dem Gedenktag für die Opfer von Flucht und Vertreibung … mehr
Leipzig: sowjetischer Panzer vor dem Gebäude des Georgi-Dimitroff-Museums während des Volksaufstandes um den 17. Juni 1953; Bundesarchiv, B 285 Bild-14676 / Unknown / CC-BY-SA 3.0
Heute vor 73 Jahren, am 17. Juni 1953, entwickelte sich aus einem Protest von Bauarbeitern gegen Normerhöhungen ein Volksaufstand in der DDR. Ohne es zu wissen und ohne es zu wollen, wurde der Westberliner Rundfunksender RIAS – Rundfunk im amerikanischen Sektor – zum „Katalysator des Aufstandes“. Erste Berichte laufen über … mehr
Biografien von Zwangsarbeiter:innen in der Ausstellung des Dokumentationszentrums NS-Zwangsarbeit in Berlin. Foto: Andreas Schoelzel
Ab dem 13. Juni 2001, heute vor 25 Jahren, zahlte die Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ (Stiftung EVZ) zum ersten Mal Entschädigungen an ehemalige NS-Zwangsarbeiter:innen aus. Den Anfang machte die tschechische Partnerorganisation der Stiftung EVZ . Ebenfalls im Juni 2001 wurden weitere Zahlungen durch Partnerorganisationen in Polen, Belarus, Russland und … mehr
Na, wissen Sie, wie dieser Satz komplett lautet? Und wer ihn gesagt hat? Bestimmt fällt es Ihnen gleich ein. Kleiner Tipp: Es ist genau 25 Jahre her, dass er gesagt wurde. Und zwar auf einem Sonderparteitag der SPD. Komplett geht der Satz folgendermaßen: Ich bin schwul und das ist auch … mehr
Eine Sitzung des Parlaments der Republik Italien (Vereidigung des Präsidenten, Februar 2022). Quelle: Quirinale.it
Monarchie bleiben oder Republik werden? Dies war die Frage in Italien am 2. Juni 1946 – heute vor 80 Jahren. Am Ende des Zweiten Weltkriegs ist Italien zunehmend ein zerstörtes und gespaltenes Land. 1940 an der Seite des nationalsozialistischen Deutschlands in den Krieg eingetreten, stürzen die Italiener:innen knapp drei Jahre … mehr
Zug zum Hambacher Fest. – Teilkolorierte Federzeichnung von 1832. Die Flaggen zeigen, vermutlich wegen der nachträglichen Kolorierung, die Farben Gold-Rot-Schwarz. Eine erhaltene Originalflagge vom Turm des Hambacher Schloss lässt sich eben dort besichtigen und besteht aber aus den Farben Schwarz-Rot-Gold.
Das Hambacher Fest begann am 27. Mai und endete am 30. Mai 1832 – heute vor 194 Jahren. Es gilt als eines der bedeutendsten Ereignisse in der frühen Geschichte der Demokratie in Deutschland. Es war nicht nur ein großes Volksfest, sondern vor allem ein machtvolles politisches Signal – ein Aufstand … mehr
Austellungsplakat der Austellung "Der Weg zum Grundgesetz
Fotografien von Erna Wagner-Hehmke", 2024, Quelle: Haus der Geschichte, https://www.hdg.de/fileadmin/bilder/01-Bonn/Ausstellungen/Grundgesetz_Wagner-Hehmke_Plakat.jpg
Der 23. Mai 1949. Der Parlamentarische Rat verkündet das Grundgesetz. Männer in Anzügen mit konzentrierten Gesichtern stehen dicht beieinander. Viele dieser Aufnahmen gehören heute zu den bekanntesten Bildern der frühen Bundesrepublik. Fotografiert wurden sie von einer Frau: Erna Wagner-Hehmke. Demokratie wird nicht nur durch Gesetze vermittelt. Sie entsteht auch durch … mehr
Plakat der Ausstellung "Gruppe Eva Mamlok" im Friedrichshain-Kreuzberg Museum (2024), Bildquelle: Von Miklas - Eigenes Werk, CC BY 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=154780596
Eva Mamlok gehörte bereits als Jugendliche zu den Frauen, die Widerstand gegen den Nationalsozialismus leisteten. Ihre Geschichte steht exemplarisch für den Mut vieler Frauen, deren Handeln kaum Beachtung geschenkt wurde. Jugend im Widerstand Eva Mamlok wurde am 6. Mai 1918 in eine jüdische Familie in Berlin-Kreuzberg geboren. Schon früh engagierte … mehr
Westdeutsche Briefmarke 1968, Foto: Gemeinfrei, https:::commons.wikimedia.org:w:index.php?curid=3373788
Warum feiern wir am 9. Mai den Europatag? Diese Frage führt zurück zu einem der wichtigsten Momente der europäischen Geschichte. „Der Friede der Welt kann nicht gewahrt werden ohne schöpferische Anstrengungen, die der Größe der Bedrohung entsprechen.“ Mit diesen eindringlichen Worten begann ein politischer Vorschlag, der den Grundstein für die … mehr
2. Mai 1933 in Frankfurt am Main, Foto: AdsD der FES, 6:FOT[6-FOTA020460]; Rechte: unbekannt6-FOTA020460
Ausgangslage der Gewerkschaften 1933: Anpassung statt Widerstand Unmittelbar nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten erklärte die Führung des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes (ADGB) ihre politische Neutralität gegenüber dem Regime. In der Hoffnung, als Interessenvertretung der Arbeitnehmer:innen bestehen zu bleiben. Das Regime wurde Unterschätzt. Die ADGB Funktionäre gingen davon aus, dass der „Nazispuk“ … mehr
Tschernobyl. Jetzt liest man diesen Namen wieder. Ich habe das Wort Tschernobyl 1986 gelernt. Tschernobyl wurde schnell zum Symbol für eine Gefahr, die man nicht sehen konnte: atomare Strahlung. Was geschah damals und wie wurde darauf reagiert? Der Super-GAU Am 26. April 1986, heute vor 40 Jahren, gerät um 1.23 … mehr
Hermann Heller (1891–1933) war Staatsrechtler, Sozialphilosoph und ein entschiedener Gegner des Nationalsozialismus. In der Weimarer Republik stand die junge Demokratie in Deutschland dauerhaft unter Druck. In dieser angespannten Zeit entwickelte er ein Denken, das bis heute aktuell ist. Heller war überzeugt von der Idee einer sozialen Demokratie und lehnte autoritärer … mehr
Gewaltsame Konflikte und Kriege gehören seit jeher zum Zusammenleben menschlicher Gemeinschaften. Vermutlich genauso alt ist aber auch der Wunsch, diesem scheinbar unentrinnbaren Fluch zu entkommen. Am 18. April 1946, heute vor 80 Jahren, löst sich eine internationale Organisation auf, die sich diesem Ziel auf globaler Ebene verschrieben hat: der Völkerbund. … mehr
Liebe Leser:innen vom 3. bis zum 12. April machen wir Blogferien. Danach starten wir wieder mit neuen Beiträgen. Wir wünschen allen eine gute Osterzeit. Euer Redaktionsteam Artikel Drucken
Die blau-pink-weiße Fahne ist die Pride-Flagge der Transgender-Community (Foto: Pexels, katierainbow-8275181)
Heute ist „International Transgender Day of Visibility“ (TDoV), auf deutsch internationaler Tag der Transsichtbarkeit. Er wird wird seit 2009 jedes Jahr am 31. März begangen. Er erinnert an die Diskriminierung und Gewalt, der trans Menschen nach wie vor ausgesetzt sind, aber auch an die Erfolge in der Auseinandersetzung über Gleichberechtigung. … mehr
Seit 26 Jahren heißt der Platz auf der Westseite des Brandenburger Tores Platz des 18. März und erinnert an die Revolution von 1848 und die ersten freien Volkskammerwahlen 1990. Foto: Wikimedia/De-okin .
Wir begehen heute zum ersten Mal den Tag der Demokratiegeschichte. Die Initiative dazu ergriff die Stiftung Orte der deutschen Demokratiegeschichte und Bundespräsident Frank Walter Steinmeier ist offizieller Schirmherr dieses Tages. Aber warum heute, am 18. März? Geschichtsträchtiges Datum Drei wichtige Ereignisse der deutschen Demokratiegeschichte fanden in drei auf einander folgenden … mehr
„Der 19. März ist euer Tag. Er gilt eurem Recht.“ So lauten die ersten Sätze des Aufrufs, der 1911 an die Frauen appellierte, sich aktiv am ersten Frauentag zu beteiligen. Der Aufruf ging von der SPD und den freien Gewerkschaften aus: „Die sozialistischen Frauen aller Länder fühlen sich mit euch … mehr
Skulpturengruppe von Ingeborg Hunzinger und Anna Franziska Schwarzbach zum Rosenstraßen-Protest; Foto: Manfred Brückels, Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)
Vorgeschichte – die Fabrikaktion 1943 Von den etwa 500.000 deutschen Juden und Jüdinnen befanden sich zu Beginn des Jahres 1943 nur noch weniger als 75.000 auf dem Gebiet des Deutschen Reichs. Die Mehrheit von ihnen wurde als Zwangsarbeiter*innen missbraucht. Da man die Zwangsarbeiter*innen vor allem in der rüstungswichtigen Industrie eingesetzt hatte, waren sie bisher … mehr
Hedwig Dransfeld, Von unbekannt - Büro des Reichstags (Hg.): Reichstags-Handbuch 1924, II. Wahlperiode, Berlin 1924, PD-§-134.
Am 24. Februar 1871 – heute vor 155 Jahren – wurde Hedwig Dransfeld geboren. Sie war römisch-katholisch. Ein ungewöhnlicher Einstieg, um jemanden vorzustellen. Zumal man Dransfeld auch als Politikerin, Frauenrechtlerin oder Lehrerin vorstellen könnte. Doch ihr Glauben und die Kirche waren prägend für Hedwig Dransfelds Engagement. Seit 1905 arbeitete sie … mehr








Neueste Kommentare