Demokratiegeschichten

Kategorie: Heute vor…

Alle 64 Beiträge

„Dieser Feind steht rechts!“ – Die Ermordung von Walther Rathenau

24. Juni 1922. Es ist Samstagmorgen und Walther Rathenau befindet sich auf dem Weg ins Auswärtige Amt. In einer langen Kurve auf der Königsallee in Berlin-Grunewald wird sein Wagen von einem anderen Auto überholt. Plötzlich fallen Schüsse, der Außenminister der Weimarer Republik sinkt getroffen zurück. Sein Fahrer und eine Fußgängerin … mehr

…und danach? Erinnerung an den 17. Juni 1953

Die Serie „17. Juni“ ist ein Kooperationsprojekt des Berliner Beauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur mit Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Berliner Aufarbeitungsbeauftragten haben für den Blog geschrieben. Der Rauch auf den Straßen der DDR hatte sich kaum verzogen, als die Konstruktion der Geschichte des 17. … mehr

Ist der 17. Juni 1953 männlich?

Die Serie „17. Juni“ ist ein Kooperationsprojekt des Berliner Beauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur mit Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Berliner Aufarbeitungsbeauftragten haben für den Blog geschrieben. Am 17. Juni erinnern wir wieder an den Volksaufstand 1953 in der DDR. Die Proteste erreichten am 17. … mehr

Jenseits der Städte. Der 17. Juni 1953 in den Dörfern der DDR

Die Serie „17. Juni“ ist ein Kooperationsprojekt des Berliner Beauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur mit Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Berliner Aufarbeitungsbeauftragten haben für den Blog geschrieben. Seit dem 12. Juni 1953 hatte es in den Dörfern der DDR rumort. Nachdem die allein herrschende Sozialistische … mehr

Max Fettling – Ein Revolutionär wider Willen

Die Serie „17. Juni“ ist ein Kooperationsprojekt des Berliner Beauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur mit Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Berliner Aufarbeitungsbeauftragten haben für den Blog geschrieben. Der Volksaufstand vom 17. Juni 1953 war keineswegs ein Berliner Phänomen. Überall im Land kam es bereits in … mehr

Jedem seine Wahrheit: Geheimdienste, Volksaufstand und Legenden

Die Serie „17. Juni“ ist ein Kooperationsprojekt des Berliner Beauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur mit Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Berliner Aufarbeitungsbeauftragten haben für den Blog geschrieben. Für die SED war der Volksaufstand vom 17. Juni 1953 ein schwerer Schlag. Ohne die militärische und politische … mehr

Jenseits der Städte. Der Weg zum Volksaufstand

Die Serie „17. Juni“ ist ein Kooperationsprojekt des Berliner Beauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur mit Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Berliner Aufarbeitungsbeauftragten haben für den Blog geschrieben. Am 9. Juni 1953 beschloss das Politbüro der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) auf Anweisung aus Moskau den „Neuen … mehr

Der 17. Juni 1953 – Volksaufstand in der DDR

Die Serie „17. Juni“ ist ein Kooperationsprojekt des Berliner Beauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur mit Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Berliner Aufarbeitungsbeauftragten haben für den Blog geschrieben. Am 17. Juni 1953 steht die DDR Kopf: Über eine Million Menschen ziehen landesweit durch die Straßen und … mehr

Der Stadt einen Namen geben

Einen Namen ändern zu lassen, kann wenige Wochen oder auch mehrere Monate dauern. Im Fall der Stadt Chemnitz ging das ziemlich schnell. Oder besonders langsam – abhängig von der Perspektive. Denn vor 30 Jahren erhielt Chemnitz seinen alten Namen wieder. Zuvor hatte die Stadt für 37 Jahre Karl-Marx-Stadt geheißen. Die … mehr

Ein Papst als Regimekiller. Zum 100. Geburtstag von Papst Johannes Paul II.

Im Sommer 1989 war ich 14 und reiste mit meiner Familie zehn Tage quer durch Polen. Und egal wo wir uns aufhielten, das Symbol der Solidarność-Bewegung und das Portrait des Papstes Johannes Paul II. schienen allgegenwärtig – als Plakat auf Marktplatzständen, in Fenstern, in Autoscheiben oder als Anstecknadel an der Jacke. … mehr

Die „Stunde Null“ 1945? Jedenfalls zählt hier und jetzt jede Minute, die Welt zu verändern!

„Erinnerungs-Konkurrenzen“ rütteln auf und verstören uns als Nachgeborene. Gerade am heutigen 8. Mai, dem Gedenktag 75 Jahre nach Kriegsende. Doch sie zu besprechen und auch in den eigenen Familien kritisch zu hinterfragen, ist ein Weg zu mehr Gerechtigkeit.  „Wie herrlich ist es, dass niemand eine Minute zu warten braucht, um … mehr

Tschernobyl

Tschernobyl. Jetzt liest man diesen Namen wieder, weil dort die Wälder brennen. Ich habe das Wort Tschernobyl mit 13 Jahren gelernt, so wie heute Kinder und Jugendliche die Worte Corona und Covid-19. Tschernobyl wurde 1986 schnell zum Symbol für eine Gefahr, die man nicht sehen konnte: atomare Strahlung. Was geschah damals … mehr

Der Tag des Traumas für ein ganzes Land

Vor zehn Jahren stürzte die polnische Präsidenten-Maschine nahe des russischen Smolensk ab: Das Erinnern ist ebenso kompliziert wie wichtig. „Noch ist Polen nicht verloren“, heißt der berühmte Vers aus der Hymne unseres Nachbarlandes. Dem fühle ich mich persönlich sehr eng verbunden seit meiner ersten Reise 1988, noch im „Kalten Krieg“. … mehr

„Willy Brandt ans Fenster“

Mein letzter Besuch in Erfurt dauerte 45 Minuten, so viel Umsteigezeit blieb am Bahnhof. Aber es reichte für einen Latte Macchiato und ein sehr großes Stück Kuchen im „Willy B.“ gegenüber dem Hauptbahnhof am Willy-Brandt-Platz. Ziemlich viel Willy Brandt in Erfurt? Kein Wunder, der Mann war schon mal da. Am … mehr

18. März 1990: Erste freie Wahl in der DDR

„Zum ersten Mal haben heute in der DDR die Bürger ihr Parlament frei und geheim wählen können und sich dabei überraschend klar entschieden. Mit großem Abstand wurde die CDU stärkste Partei. […] Großer Verlierer der Wahl sind die Sozialdemokraten, die in Meinungsumfragen lange Zeit vorn gelegen hatten. Dem gegenüber konnte … mehr

Angriff auf die Demokratie: Der Lüttwitz-Kapp-Putsch

Demokratie ist nicht selbstverständlich. Ein Satz, viel beschworen, häufig wiederholt. Ob wir ihn wirklich verinnerlicht haben? Manchmal scheint es so, als würden wir vergessen, dass Demokratie eben doch stark vom Engagement ihrer Bürger*innen abhängt. Das ist keine neue Erkenntnis, sondern eine Erfahrung, die schon die Bürger*innen der Weimarer Republik machten. … mehr

Rosa Luxemburg – Sozialdemokratin, Revolutionärin, Jüdin, Frau

Rosa Luxemburg war vieles, was man zu ihrer Zeit besser nicht war: eine Revolutionärin, als Frauen noch nicht das Wahlrecht besaßen; eine Polin, als Polen geteilt war; eine Jüdin zu Zeiten wiederkehrender Pogrome; zusätzlich hinkte sie, weil das eine Bein nach einem frühen Hüftleiden kürzer geriet als das andere. Herkunft … mehr

Maria Meyer-Sevenich als Vorbild für die deutsche Demokratie

Sehr viele bedeutende Politiker aus der frühen Nachkriegszeit sind heute weitgehend vergessen. Zu ihnen gehören auch Minister, Parteivorsitzende und viele Mütter und Väter des Grundgesetzes. Wesentlich bedenklicher sieht es aber noch mit Politikern aus, die nur in der zweiten Reihe standen oder die nach kurzer Zeit keine größere Rolle in … mehr

22.02. 1840: Geburtstag von August Bebel

Kaum einer prägte die frühe Sozialdemokratie so stark wie er: August Bebel. Heute vor 180 Jahren wurde der Sozialdemokrat in Deutz bei Köln geboren. Mitbegründer der Sozialdemokratischen Partei Der selbstständige Drechslermeister war 1869 Mitbegründer der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei (SAP), der Vorläuferpartei der SPD. Ab 1871 saß er als Abgeordneter im Reichstag, … mehr

Die Zwei-plus-Vier-Formel

2+4=6. Klare Sache, zumindest in der Mathematik. Nicht aber in der Geschichte. Da steht die sogenannte „Zwei-plus-Vier-Formel“ für einen Vorgang, an dessen Ende eine große 1 stand. Nämlich die Einheit Deutschlands. Und das kam so… Wer waren die „Zwei-plus-Vier“? Zurück geht die „Zwei-plus-Vier-Formel“ auf den 13. Februar 1990. Genauer noch … mehr