Demokratiegeschichten

Kategorie: Heute vor…

Alle 68 Beiträge

Demokratie und Kindheit

Janusz Korczak „Lass das sein!“, „Fass das nicht an!“, „Sei nicht so laut!“, „Wenn die Erwachsenen reden, dann bist du still!“. Diese Phrasen sind nur Beispiele dafür, was Kinder tagtäglich hören müssen. Ihnen wird beigebracht, sich den Erwachsenen nicht zu widersetzen. Die Älteren seien schlauer, weiser und überhaupt, was kann … mehr

Der Hessische Landbote

Am 31. Juli 1834, heute vor 186 Jahren, tauchten im Großherzogtum Hessen-Darmstadt die ersten Exemplare der Flugschrift „Der Hessische Landbote“ auf. Dieser Text hat eine erstaunliche Karriere gemacht: gerade mal 1.200 gedruckte Exemplare in der ersten Auflage, von denen die meisten ziemlich schnell von den damaligen Behörden aus dem Verkehr … mehr

Handschlag im All

Was auf der Erde nicht klappt, gelingt möglicherweise im Weltall. Das zumindest schien man in den USA und der Sowjetunion Anfang der 1970er Jahre zu denken. Dort entwickelte man ein gemeinsames Projekt für internationale Rettungsmissionen im All, das Apollo-Sojus-Test-Projekt. In dessen Rahmen kam es heute vor 45 Jahren, am 17. … mehr

Die Gleichheit aller Menschen

Nelson Mandela Eines der größten Versprechen unserer demokratischen Gesellschaft ist die Gleichheit aller Menschen. In Deutschland ist dies im Grundgesetz verankert: „Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich. […] Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen … mehr

„Dieser Feind steht rechts!“ – Die Ermordung von Walther Rathenau

24. Juni 1922. Es ist Samstagmorgen und Walther Rathenau befindet sich auf dem Weg ins Auswärtige Amt. In einer langen Kurve auf der Königsallee in Berlin-Grunewald wird sein Wagen von einem anderen Auto überholt. Plötzlich fallen Schüsse, der Außenminister der Weimarer Republik sinkt getroffen zurück. Sein Fahrer und eine Fußgängerin … mehr

…und danach? Erinnerung an den 17. Juni 1953

Die Serie „17. Juni“ ist ein Kooperationsprojekt des Berliner Beauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur mit Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Berliner Aufarbeitungsbeauftragten haben für den Blog geschrieben. Der Rauch auf den Straßen der DDR hatte sich kaum verzogen, als die Konstruktion der Geschichte des 17. … mehr

Ist der 17. Juni 1953 männlich?

Die Serie „17. Juni“ ist ein Kooperationsprojekt des Berliner Beauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur mit Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Berliner Aufarbeitungsbeauftragten haben für den Blog geschrieben. Am 17. Juni erinnern wir wieder an den Volksaufstand 1953 in der DDR. Die Proteste erreichten am 17. … mehr

Jenseits der Städte. Der 17. Juni 1953 in den Dörfern der DDR

Die Serie „17. Juni“ ist ein Kooperationsprojekt des Berliner Beauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur mit Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Berliner Aufarbeitungsbeauftragten haben für den Blog geschrieben. Seit dem 12. Juni 1953 hatte es in den Dörfern der DDR rumort. Nachdem die allein herrschende Sozialistische … mehr

Max Fettling – Ein Revolutionär wider Willen

Die Serie „17. Juni“ ist ein Kooperationsprojekt des Berliner Beauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur mit Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Berliner Aufarbeitungsbeauftragten haben für den Blog geschrieben. Der Volksaufstand vom 17. Juni 1953 war keineswegs ein Berliner Phänomen. Überall im Land kam es bereits in … mehr

Jedem seine Wahrheit: Geheimdienste, Volksaufstand und Legenden

Die Serie „17. Juni“ ist ein Kooperationsprojekt des Berliner Beauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur mit Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Berliner Aufarbeitungsbeauftragten haben für den Blog geschrieben. Für die SED war der Volksaufstand vom 17. Juni 1953 ein schwerer Schlag. Ohne die militärische und politische … mehr

Jenseits der Städte. Der Weg zum Volksaufstand

Die Serie „17. Juni“ ist ein Kooperationsprojekt des Berliner Beauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur mit Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Berliner Aufarbeitungsbeauftragten haben für den Blog geschrieben. Am 9. Juni 1953 beschloss das Politbüro der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) auf Anweisung aus Moskau den „Neuen … mehr

Der 17. Juni 1953 – Volksaufstand in der DDR

Die Serie „17. Juni“ ist ein Kooperationsprojekt des Berliner Beauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur mit Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Berliner Aufarbeitungsbeauftragten haben für den Blog geschrieben. Am 17. Juni 1953 steht die DDR Kopf: Über eine Million Menschen ziehen landesweit durch die Straßen und … mehr

Der Stadt einen Namen geben

Einen Namen ändern zu lassen, kann wenige Wochen oder auch mehrere Monate dauern. Im Fall der Stadt Chemnitz ging das ziemlich schnell. Oder besonders langsam – abhängig von der Perspektive. Denn vor 30 Jahren erhielt Chemnitz seinen alten Namen wieder. Zuvor hatte die Stadt für 37 Jahre Karl-Marx-Stadt geheißen. Die … mehr

Ein Papst als Regimekiller. Zum 100. Geburtstag von Papst Johannes Paul II.

Im Sommer 1989 war ich 14 und reiste mit meiner Familie zehn Tage quer durch Polen. Und egal wo wir uns aufhielten, das Symbol der Solidarność-Bewegung und das Portrait des Papstes Johannes Paul II. schienen allgegenwärtig – als Plakat auf Marktplatzständen, in Fenstern, in Autoscheiben oder als Anstecknadel an der Jacke. … mehr

Die „Stunde Null“ 1945? Jedenfalls zählt hier und jetzt jede Minute, die Welt zu verändern!

„Erinnerungs-Konkurrenzen“ rütteln auf und verstören uns als Nachgeborene. Gerade am heutigen 8. Mai, dem Gedenktag 75 Jahre nach Kriegsende. Doch sie zu besprechen und auch in den eigenen Familien kritisch zu hinterfragen, ist ein Weg zu mehr Gerechtigkeit.  „Wie herrlich ist es, dass niemand eine Minute zu warten braucht, um … mehr

Tschernobyl

Tschernobyl. Jetzt liest man diesen Namen wieder, weil dort die Wälder brennen. Ich habe das Wort Tschernobyl mit 13 Jahren gelernt, so wie heute Kinder und Jugendliche die Worte Corona und Covid-19. Tschernobyl wurde 1986 schnell zum Symbol für eine Gefahr, die man nicht sehen konnte: atomare Strahlung. Was geschah damals … mehr

Der Tag des Traumas für ein ganzes Land

Vor zehn Jahren stürzte die polnische Präsidenten-Maschine nahe des russischen Smolensk ab: Das Erinnern ist ebenso kompliziert wie wichtig. „Noch ist Polen nicht verloren“, heißt der berühmte Vers aus der Hymne unseres Nachbarlandes. Dem fühle ich mich persönlich sehr eng verbunden seit meiner ersten Reise 1988, noch im „Kalten Krieg“. … mehr

„Willy Brandt ans Fenster“

Mein letzter Besuch in Erfurt dauerte 45 Minuten, so viel Umsteigezeit blieb am Bahnhof. Aber es reichte für einen Latte Macchiato und ein sehr großes Stück Kuchen im „Willy B.“ gegenüber dem Hauptbahnhof am Willy-Brandt-Platz. Ziemlich viel Willy Brandt in Erfurt? Kein Wunder, der Mann war schon mal da. Am … mehr

18. März 1990: Erste freie Wahl in der DDR

„Zum ersten Mal haben heute in der DDR die Bürger ihr Parlament frei und geheim wählen können und sich dabei überraschend klar entschieden. Mit großem Abstand wurde die CDU stärkste Partei. […] Großer Verlierer der Wahl sind die Sozialdemokraten, die in Meinungsumfragen lange Zeit vorn gelegen hatten. Dem gegenüber konnte … mehr

Angriff auf die Demokratie: Der Lüttwitz-Kapp-Putsch

Demokratie ist nicht selbstverständlich. Ein Satz, viel beschworen, häufig wiederholt. Ob wir ihn wirklich verinnerlicht haben? Manchmal scheint es so, als würden wir vergessen, dass Demokratie eben doch stark vom Engagement ihrer Bürger*innen abhängt. Das ist keine neue Erkenntnis, sondern eine Erfahrung, die schon die Bürger*innen der Weimarer Republik machten. … mehr