Demokratiegeschichten

Gegen Vergessen

Alle 66 Beiträge

Walter Poller – lebenslanges Eintreten für die Demokratie

Walter Poller wurde am 6. Januar 1900 in Kiel geboren und starb am 17. Oktober 1975 in Hagen. Blick auf Jugend uns politische Sozialisation Er stammt aus einer Kieler Arbeiterfamilie. Seine Familie ermöglichte ihm den Schulbesuch bis zur Mittleren Reife. Schon als Schüler war er Mitglied der Arbeiterjugend. Dort ist … mehr

Demokratie und Zivilgesellschaftliches Engagement – nur eine Zweckbeziehung?

Demokratie unterliegt Wandeln und ist kein Selbstläufer Dass trotz ihres seit 1949 Bestehens die Demokratie in Deutschland weder in der Vergangenheit noch in der Gegenwart eine Selbstverständlichkeit oder gar ein Selbstläufer war oder ist, erfahren wir Deutschen gerade auch in der heutigen Zeit. Rechts- wie links-extremistische Aktivitäten, die letztlich auf … mehr

Zwischen Kaiserreich und Ende der Weimarer Republik – Das politische Leben und Wirken von Nikolaus Osterroth

Das Leben von Nikolaus Osterroth begann am 16. Februar 1875 in Hettenleidelheim in der Rheinpfalz, er verstarb am 9. September 1933 in Werder an der Havel. Es war ein relativ kurzes Leben, aber ein langer und steiniger Weg vom streng katholisch erzogenen Jungen bis zum Bergarbeiterführer und sozialdemokratischen Politiker auf … mehr

Literaturempfehlung: 200 Jahre Demokratiegeschichte im Überblick

In Deutschland hat die repräsentative Demokratie eine über 200-jährige, wechselvolle Geschichte. Ein jetzt in der Schriftenreihe der Kommission für Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien (KGParl) erscheinendes Handbuch nimmt diese in den Blick. Warum eine Geschichte des Parlamentarismus in Deutschland? Obwohl es ungezählte Bücher auf dem deutschen Buchmarkt zum … mehr

Kommunalpolitik in Lüdinghausen – Auf dem Weg in die Weimarer Demokratie

Aus einem Leserbrief in der Lüdinghauser Zeitung vom 26. Februar 1919, vier Tage vor der ersten Kommunalwahl nach Einführung des allgemeinen und freien Wahlrechts der Weimarer Republik: „Wir sind weit entfernt davon, die Kandidaten dieser Liste persönlich anzugreifen, können es uns aber nicht versagen, sachlich hierzu Stellung zu nehmen. An … mehr

Vom Umgang zweier Tageszeitungen aus Westfalen mit der bundesrepublikanischen Demokratie

Zwei Verlagshäuser. Zwei Tageszeitungen, beide 1946 gegründet. Zwei grundsätzlich unterschiedliche programmatische Konzepte. Beide Zeitungen sind Regionalzeitungen mit einer damaligen Auflage um die 100.000 Exemplare. Die Westfälischen Nachrichten erscheinen im Verlag Aschendorff in Münster und damit in einem traditionell katholisch-konservativen Gebiet. Die Freie Presse hingegen knüpft an die Vorherrschaft der Sozialdemokratie … mehr

Auf die Straße gegen die Schulgesetzgebung: Eine Massendemonstration in der Kleinstadt Lingen im Emsland

Über 50.000 Menschen protestierten am 22. August 1954 gegen die niedersächsische Schulgesetzgebung. Was brachte die Menschen derart in Rage, dass sie bei widrigen Witterungsverhältnissen auf die Straße gingen, um ihre Meinung kundzutun? Der Anlass für die Proteste Die Teilnehmer und ganz ausdrücklich auch die Teilnehmerinnen demonstrierten gegen die Schulpolitik der … mehr

Ein ehemaliges NSDAP-Mitglied als „Demokrat des Monats“?

Emil Haarmann, 1889 – 1963, Stadtplaner in Hamm/Westf. 1926-1954, kommissarischer Oberbürgermeister 7. 4. – 15. 8. 1945 Was qualifiziert den heute selbst in Hamm fast in Vergessenheit geratenen Emil Haarmann zum „Demokraten des Monats“? Und das, obwohl er seit 1937 Mitglied der NSDAP war? Nach der Eroberung Hamms durch amerikanische … mehr

Jüdische Emanzipation und die Arbeiterbewegung vor 1933

Jacob Hirsch ist Politikwissenschaftler und Mitglied bei Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V. Die moderne Geschichte der Juden in Deutschland ist eng an unsere Demokratie- und Emanzipationsgeschichte gebunden. Auch der Arbeiterbewegung, die sich im Zuge der Industrialisierung und der Revolution von 1848 entwickelte und eine maßgebliche Rolle in der Revolution … mehr

Demokratiewochen für Grundschüler:innen – Eine neue Initiative des Adenauerhauses

Museumspädagogik im Adenauerhaus – ständige Erweiterung des Profils Seit rund 15 Jahren bietet das Adenauerhaus in Bad Honnef-Rhöndorf gezielt museumspädagogische Programme für Kinder zwischen drei und zehn Jahren an. Die altersgerechten Führungen und Workshops beinhalten neben der Wissensvermittlung viele praktische Elemente (Spielen, Rätseln, Basteln, Zuordnen und sogar Singen und Tanzen). … mehr

Der 12. August 1961 in Ostberlin II

Teil 1 des Beitrags von Klaus Otto finden Sie hier. Am nächsten Tag, 13. August 1961 (Tag des Mauerbaus), wurde ich in das Gefängnis des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) in Pankow überführt, (was ich zu diesem Zeitpunkt aber nicht wusste), das ich – Ironie des Schicksals – am Tag zuvor … mehr

Der 12. August 1961 in Ostberlin

Der Tag vor dem Bau der Berliner Mauer und das Ende meiner Freiheit Der 22-jährige Student Klaus Otto kam 1961 aus Düsseldorf in seine Vaterstadt Berlin, um an der FU (Freie Universität) sein Studium der Volkswirtschaft und der Politischen Wissenschaften fortzusetzen. Hier berichtet er, was ihm am Tag vor dem … mehr

Das Leben des Ludwig Herzfeld

Oliver Wedermann ist Praktikant im Stadtmuseum Halle. Im Rahmen eines erinnerungskulturellen Projekts beschäftigte er sich mit Ludwig Herzfeld, einem Ehrenbürger der Stadt. Ludwig ursprünglich Levi Herzfeld wurde am 12. September 1819 in Guhrau, heute Góra genannt, geboren . Der Bildungsgang von Karl (Ludwigs Bruder) und Ludwig vollzog sich parallel, obwohl … mehr

Praktikum im Museum: Ein Bericht aus dem Stadtmuseum Halle

Oliver Wedermann ist Praktikant im Stadtmuseum Halle. Hier erzählt er, wie seine Arbeit im Museum mit Demokratiegeschichte zusammenhängt. Ein Praktikum ermöglicht es einer Person erste Einblicke in den Arbeitsalltag zu erhalten und zu überprüfen, ob einem eine bestimmte Berufsrichtung liegt. Für mich ist aufgrund meines Studiums an der Martin-Luther-Universität generell … mehr

Zivi im Alten- und Pflegeheim

Vor 60 Jahren wurde der Zivildienst in der BRD eingeführt, 2011 traten die letzten Zivis ihren Dienst an. In unserer Themenreihe “Stets zu Diensten” veröffentlichen wir die Berichte von (ehemaligen) Zivildienstleistenden, Freiwilligen und Menschen, die einen Wehrersatzdienst geleistet haben. Daniel Friedmann hat in den Jahren 1992 und 1993 in der … mehr

Vom Fahrdienst in die Förderschule

Vor 60 Jahren wurde der Zivildienst in der BRD eingeführt, 2011 traten die letzten Zivis ihren Dienst an. In unserer Themenreihe “Stets zu Diensten” veröffentlichen wir die Berichte von (ehemaligen) Zivildienstleistenden, Freiwilligen und Menschen, die einen Wehrersatzdienst geleistet haben. Andreas Raab ist 45 Jahre alt und Förderschullehrer an einer Schule … mehr

30 Jahre Zivil- und Freiwilligendienst

In unserer Themenreihe “Stets zu Diensten” veröffentlichen wir die Berichte von (ehemaligen) Zivildienstleistenden, Freiwilligen und Menschen, die einen Wehrersatzdienst geleistet haben. Michael Bross ist Referatsleiter für Freiwilligendienste bei der Caritas der Erzdiözese Freiburg. Der folgende Beitrag ist die Abschrift eines Interviews. Beratung von Kriegsdienstverweigerern Zivildienst hat meine Biografie wesentlich mitbestimmt. Begonnen hat es mit meiner Kriegsdienstverweigerung Ende der … mehr

Mobiler Dienst bei der AWO Gießen

In unserer Themenreihe “Stets zu Diensten” veröffentlichen wir die Berichte von (ehemaligen) Zivildienstleistenden, Freiwilligen und Menschen, die einen Wehrersatzdienst geleistet haben. Felix Münch, M.A., Politologe und Historiker, leitet das Referat NS-Gedenkstätten, Rechtsextremismus, Antisemitismus bei der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung (HLZ). Bei welcher Organisation haben Sie Ihren Freiwilligendienst getätigt und … mehr

Als Bausoldat in der DDR: „Blindflug“ nach Kroppen

Vor 60 Jahren wurde der Zivildienst in der BRD eingeführt, 2011 traten die letzten Zivis ihren Dienst an. In unserer Themenreihe “Stets zu Diensten” veröffentlichen wir die Berichte von (ehemaligen) Zivildienstleistenden, Freiwilligen und Menschen, die einen Wehrersatzdienst geleistet haben. Norbert Waldhelm arbeitet im Referat Jugendhilfe/Migration für den Caritasverband im Bistum … mehr

Alt und Jung im engen Kontakt: Philadelphisches Jahr im Augustinum

In unserer Themenreihe „Stets zu Diensten“ veröffentlichen wir die Berichte von (ehemaligen) Zivildienstleistenden, Freiwilligen und Menschen, die einen Wehrersatzdienst geleistet haben. Cordelia Koppitz hat Englisch und Geschichte studiert, mit ihrem Mann fünf Kinder großgezogen und ehrenamtlich 25 Jahre lang als Übersetzerin, Lektorin und Stillberaterin der La Leche League International gearbeitet, … mehr