Demokratiegeschichten

Kategorie: Aktuelles historisch gesehen

Alle 80 Beiträge

50 Jahre Kniefall von Warschau

Der Kniefall Willy Brandts vor dem Denkmal des Warschauer Ghettos am 7. Dezember 1970 gilt heute als eine der bedeutendsten Momentaufnahmen in der Geschichte der Bundesrepublik. Damit ist er ein Bild für ihre Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit. Jedoch war vor 50 Jahren die stumme Demutsgeste des deutschen Bundeskanzlers noch hoch … mehr

Die SPD und die (deutsche) Wiedervereinigung

Vor dreißig Jahren, am 3. Oktober 1990, trat die „Deutsche Demokratische Republik“ der „Bundesrepublik Deutschland“ bei. Dies war ein Ergebnis der Friedlichen Revolution, an der sich 1989 und 1990 große Teile der ostdeutschen Bevölkerung beteiligten. Doch der Beitritt der DDR zur BRD und der Erhalt des Grundgesetzes waren nicht selbstverständlich. … mehr

Ein ungleiches Geschwisterpaar? – Elfriede Scholz und Erich Maria Remarque

Am 25. September 2020 jährt sich der Todestag des weltberühmten Autoren Erich Maria Remarque zum 50. Mal. Leser und Kritiker feierten und feiern ihn besonders für seine „Antikriegs-Literatur“. Er führte nach seinem internationalen Durchbruch mit „Im Westen nichts Neues“ zu großen Teilen ein glamouröses Leben in den Vereinigten Staaten. Für … mehr

Ein Blick auf den Reichstag und den Platz der Republik

Gerade in den letzten Tagen ist von den verschiedensten Seiten sehr viel über die Corona-Demonstrationen und das versuchte Eindringen von Demonstranten in das Reichstagsgebäude geschrieben worden. Glücklicherweise wurden dabei die verschiedenen politischen Parteien und Gruppierungen wachgerüttelt, sodass das Reichstagsgebäude als das Herzstück der bundesdeutschen Demokratie noch einmal in den Fokus … mehr

Geist der Freiheit – Freiheit des Geistes

Als Mitglied der AG Orte der Demokratiegeschichte freuen wir uns, wenn wir andere Orte der Demokratiegeschichte vorstellen können. Heute stellt sich das Projekt „Geist der Freiheit“ aus Frankfurt a.M. vor.  Schaut euch doch mal ihre Angebote an, dort ist bestimmt etwas für euch dabei! Name/Benannt nach… Die Freiheit des Geistes meint die Freiheit im Denken, eigenverantwortlich und der Gesamtgesellschaft verpflichtet. Der Geist der Freiheit konkretisiert sich im … mehr

Im Bewusstsein ihrer Verantwortung vor Gott und den Menschen? – Fünf Überlegungen zu den Wurzeln der CDU

Manche werden sicher die Augenbrauen hochziehen, wenn diese sehr pathetische Formel zum Leitbild der CDU erklärt werden soll. Dennoch fiel mir keine bessere Formulierung ein, um das zentrale Selbstbild der frühen Union zu beschreiben – aus verschiedenen Gründen: So waren die Christdemokraten die treibende Kraft hinter dem Gottesbezug im Grundgesetz. … mehr

Deutsch-deutsche Begegnungen. Ideen und Tipps für die Organisation

Vor 30 Jahren, am 3. Oktober 1990, wurden die BRD und die DDR wiedervereinigt. Wiedervereinigung: klingt gut – aber was bedeutet das eigentlich? Spannend: Vom Mauerfall am 9. November 1989 haben wir klare Bilder im Kopf, selbst die nach ’89 Geborenen. Tanzende Menschen auf der Mauer, geöffnete Grenzübergänge, lange Trabi-Schlangen … mehr

Schutz auf Zeit: Das Republikschutzgesetz

Bereits am Tag der Ermordung Walther Rathenaus durch Mitglieder der republikfeindlichen Organisation Consul erließ die Regierung Verordnungen zum Schutz der Republik. Einen knappen Monat später, am 21. Juli 1920, folgte die Einbringung eines entsprechenden Gesetzes. Das sogenannte Republikschutzgesetz galt bis 1929 und regelte den Umgang mit republikfeindlichen Positionen. Inhalt des … mehr

Die Gleichheit aller Menschen

Nelson Mandela Eines der größten Versprechen unserer demokratischen Gesellschaft ist die Gleichheit aller Menschen. In Deutschland ist dies im Grundgesetz verankert: „Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich. […] Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen … mehr

Bitte in D-Mark!

Der 1. Juli vor 30 Jahren war kein wunderschöner Sommersonntag, sondern eher bewölkt und stellenweise regnerisch. So einiges war anders an diesem Sonntag. Am Morgen öffneten überall in Ostdeutschland die Banken. Es bildeten sich lange Schlangen. In der provisorischen Filiale der Deutschen Bank im „Haus der Elektroindustrie“ am Berliner Alexanderplatz … mehr

Alles neu macht das Corona-Virus?

Ein Gastbeitrag von Laetitia Lenel. Frau Lenel ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte der Humboldt-Universität zu Berlin und forscht zur transatlantischen Geschichte der Konjunkturprognose im 20. Jahrhundert. Ihr Forschungsprojekt ist Teil des DFG-Schwerpunktprogramms „Experience and Expectation. Historical Foundations of Economic Behaviour“. Die Spanische Grippe galt vor kurzem … mehr

Polio in der BRD – Epidemien als Propagandamittel im kalten Krieg (II)

Das Recht auf kindliche Unversehrtheit gegen das Allgemeinwohl: Impfen spaltet die Gemüter. Zuletzt noch Anfang März, als die Masern-Impfung für Kitas und Schulen eingeführt wurde. Doch was heute v. a. eine Prinzipienfrage ist, war im geteilten Deutschland ein Streit der politischen Systeme. So etwa 1960: Da wurde in Deutschland ein … mehr

Die Lehren der Pandemien: Die Spanische Grippe

Angst – Gerade in unseren Zeiten von Covid19 ein sehr dominantes Thema. Die Meldungen überschlagen sich. Was jetzt noch Aktualität hat, ist in fünf Minuten vielleicht überholt. Wir klicken uns von Nachricht zu Nachricht. Verfolgen bangend, was Virologen und Politiker uns über das Fernsehen verkünden. Seuchen provozieren ein Gefühl der … mehr

Macht und Krisen. Krisen in Demokratien und Diktaturen

Die Legitimität jedes politischen Systems der Welt wird gerade getestet von der Corona-Realität. Wer ist mehr in Gefahr: Diktaturen oder Demokratien? Krisen sind immer auch ein Test für ein politisches System. Schauen wir in die letzten 70 Jahre zurück, haben sich Demokratien und Diktaturen in Krisen unterschiedlich geschlagen. Individuelle Persönlichkeitsrechte … mehr

Naziterror als Thema in der Grundschule?

Vorbemerkung. Schule soll einem Beschluss der Kultusministerkonferenz von 2009 ein Ort sein, an dem demokratische Werte erlebt, vorgelebt und gelernt werden. Dabei sei „das historische und erinnerungsorientierte Lernen in Auseinandersetzung mit menschen­feindlichen und antidemokratischen Vergangenheiten (…) zu fördern.“ Kann eine solche Forderung ebenso an die Grundschule gerichtet sein?  Diese Frage … mehr

Die Ruhr in der DDR – Epidemien als Propagandamittel im Kalten Krieg

Während sich aktuell das Corona-Virus seinen Weg um die Welt bahnt, machten die Viren im Kalten Krieg zwischen Ost- und Westdeutschland anscheinend halt. Die Mauer war dicht. Auch eine Aufnahme von Patienten in Krisenzeiten über die Grenzen hinweg wäre nicht denkbar gewesen. Stattdessen wurden Epidemien zum Spielball der Propaganda in … mehr

Pandemie 1957

Als ich mit meiner Mutter über die momentane Corona-Krise am Telefon sprach, sagte sie mir: „Das erinnert mich an die Grippewelle 1957. Damals mussten wir auch nicht zur Schule und blieben alle in den Häusern“. Mein Forscherinteresse war geweckt. Was hat es mit der Grippe im Jahr 1957 auf sich? … mehr

Notstandsgesetze und APO

Frühlingsbeginn, Sonnenschein, erste Blumen: normalerweise perfekt für einen Spaziergang oder ein erstes Picknick. Doch in Zeiten von Kontaktsperre und Virus ist manchem möglicherweise etwas unwohl beim Rausgehen. Wie wäre es also mit einer kleinen Zeitreise? Begeben wir uns doch mal 52 Jahre zurück, ins Jahr 1968. Da sollte an einem … mehr

Sturmflut 1962 – Die Geburt eines Krisenmanagers

Liebe Leserinnen und Leser,auch uns treibt die Corona-Krise um. Darum haben wir uns entschlossen, mit dem heutigen Beitrag eine neue Serie zu starten: „Mensch und Krise“. In dieser Serie werden wir auf verschiedene nationale und internationale Krisen und Katastrophen zurückschauen. Wie gingen Menschen und Staaten mit Krisen um? Wurden Rechtsgrenzen … mehr