Demokratiegeschichten

Revolution! Revolution? Hamburg 1918-1919

Was gibt es an einem kalten Wintertag besseres zu tun als ein Museum zu besuchen? Außer heißen Kakao trinken und duftende Waffeln verspeisen vielleicht…Aber es kann ja nicht immer nur ums Essen gehen, besonders nicht nach den kalorienreichen Feiertagen. So machte ich mich auf in das Museum für Hamburgische Geschichte. Aktuell und noch bis zum 25. Februar 2019 ist dort eine Sonderausstellung zu sehen, deren Thema für diesen Blog perfekt geschaffen ist: Revolution! Revolution? Hamburg 1918-1919.

Es geht – der Name ist Programm – um die Revolutionsjahre in Hamburg vor ziemlich genau hundert Jahren. Zu sehen, zu lesen und zu hören sind vor allem viele Eindrücke von Zeitzeug*innen in Form von Zitaten, Fotos oder Tagebucheinträgen. Dadurch vermittelt die Ausstellung einen lebendigen, direkten, spannenden und aber auch sehr subjektiven Eindruck. Interaktiv wird mein Museumtag zum Beispiel durch detailreich gestaltete Quellentische und einen Abschnitt über das Wahlrecht, in dem herausgefunden werden kann, ob die Besucherin oder der Besucher selbst schon hätte wählen dürfen.

Insgesamt erscheint mir die Ausstellung eher als Impuls und Einstieg in das Thema. Die Titel-Frage wird eigentlich nicht beantwortet. Doch vielleicht soll auch genau das die Besucherin oder der Besucher für sich selbst tun. Ich jedenfalls werde darüber noch ein wenig nachdenken und finde, der Besuch lohnt sich. Mehr zum Themenjahr „Hamburg 1918.1919 – Aufbruch in die Demokratie“ und dessen Programm gibt es hier.

Am Ende der verschiedenen Räume ist eine Wand aufgebaut, auf der Fragen an die Besucherinnern und Besucher zu sehen sind. Und zwar durchaus Fragen, die sich auch unsere Blogleser*innen stellen können. Eine davon:

Ab wann ist Demokratie in Gefahr?

Ja, ab wann eigentlich?

 

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