Am 23. August 1989 bildeten Hunderttausende Menschen aus Estland, Lettland und Litauen eine rund 600 Kilometer lange Menschenkette. Mit dieser verbanden sie die drei Hauptstädte Tallinn, Riga und Vilnius. Das Datum war bewusst gewählt: 50 Jahre zuvor, am 23. August 1939, wurde der Hitler-Stalin-Pakt geschlossen. Das Baltikum: Besetzt oder Angeschlossen? Darin enthalten … mehr
Mathilde Weber in den 1870er Jahren; eingescannt aus: Helga Merkel (hrsg.): Zwischen Ärgernis und Anerkennung. Mathilde Weber 1829-1901.
„… wenn in einem töchterreichen Hause alles Denkbare und Undenkbare überhäkelt, überstickt, übermalt, gebrannt, gebeizt und modelliert ist, da überkommt einen doch ein großes Schmerzgefühl, daß dieser Thatendrang nicht zu Ersprießlicherem verwendet werden konnte.” Mathilde Weber war eine deutsche Frauenrechtlerin und Sozialarbeiterin. Sie wurde am 16. August 1829 in Tübingen … mehr
„Wir hören zu, machen Vorschläge, stellen Forderungen und aktivieren“. Dr. Mehmet Alpbek kennt die Bedürfnisse der Eltern sehr genau. Und er ist ein Macher. Wenn er von einer Idee überzeugt ist, versucht er diese in die Praxis umzusetzen. Dabei beweist er einen langen Atem, Geduld und Beharrlichkeit. Sein Ansatz: Eltern … mehr
Die Delegierten des Basler Kongresses der Internationalen Arbeiterassoziation (IAA) im September 1869, unter ihnen auch Vertreter der SDAP.
Die sozialdemokratische Arbeiterpartei erstrebt die Errichtung des freien Volksstaates. Eisenacher Programm, Artikel I. Mit diesen Worten beginnt das „Eisenacher Programm“, das Gründungsprogramm der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei (SDAP). Sie wurde am 8. August 1869 in Eisenach gegründet und war eine der Vorläuferparteien der SPD. Bereits seit 1863 gab es den Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein … mehr
Rupert Neudeck – schon mal gehört? Der deutsche Journalist startete ab 1979 mehrere humanitäre Hilfsaktionen. Bekannt war er vor allem für sein Lebenswerk, die Initiative Cap Anamur – Deutsche Not-Ärzte e.V. Mit gecharterten Schiffen gelang es Neudeck zwischen 1979 und 1986 über 10.000 Menschen auf ihrer Flucht aus Südvietnam aus dem südchinesischen … mehr
Sklavenarbeit auf einer Zuckerrohrplantage auf Antigua, 1823. Quelle: Ten Views in the Island of Antigua, gemeinfrei
Im 19. Jahrhundert steigt Großbritannien zur mächtigsten Nation der Welt auf. Die britische Regierung herrscht zum Zeitpunkt der größten Ausdehnung des British Empire (1922) über mehr als 450 Millionen Menschen, also etwa ein Viertel der Weltbevölkerung. So haben die Entscheidungen, die in London getroffen werden, lange Zeit Einfluss auf Menschen … mehr
Abgeworfene UNHCR-Hilfspakete mit Zelten, Planen und Moskitonetzen in Kenia (2006). Quelle: gemeinfrei
Dass Menschen auf der Suche nach einem besseren Leben vor Unglück fliehen und ihr Zuhause zurücklassen, ist traurigerweise ein Phänomen so alt wie die Menschheit selbst. Doch wie bei so vielen anderen negativen Erscheinungen setzt auch hier der Zweite Weltkrieg neue Standards. Erst als im Zuge des nationalsozialistischen Weltenbrands Millionen … mehr
„Das Alte und Morsche ist zusammengebrochen. Es lebe das Neue! Es lebe die deutsche Republik!“ Mit diesen Worten verkündet Philipp Scheidemann am 9. November 1918 von einem Balkon des Reichstagsgebäudes in Berlin aus die Republik. Noch heute, über 100 Jahre später, erinnern sie uns an den Beginn der ersten gesamtdeutschen … mehr
Bevor Sie diesen Beitrag lesen, schlage ich Ihnen vor, zunächst folgendes Lied zu hören. Denn heute beschäftigen wir uns mal ausdrücklich mit dem gesprochenen – und gesungenen – Wort: Für alle, die keine Fans von Walter Mossmanns Gesang sind, hier die erste Liedstrophe in Textform: Schau, die Sonne fällt in … mehr
Zu Fasia Jansens Leben kann man verschiedene Geschichten erzählen. Auf der einen Seite die Geschichte einer Schwarzen, afrodeutschen Frau, die im Laufe ihres Lebens unterschiedliche Formen der Diskriminierung erfährt. Nach ihrer Kindheit im armen Hamburger Hafenviertel wird sie auch als Erwachsene nicht reich, ist die meiste Zeit sogar auf Sozialhilfe … mehr
"Esther Bejarano bei einer Kundgebung in Berlin-Köpenick gegen die rechtsextreme NPD", Foto: Oliver Wolters, Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Germany. Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Esther_Bejarano.jpg
Am 10. Juli 2021 verstarb die bekannte Antifaschistin und Aktivistin Esther Bejarano, geborene Loewy, in ihrer Heimatstadt Hamburg. Die 96-Jährige blickte auf ein bewegtes politisches Leben zurück. Schon früh hatte sie beschlossen, nicht mehr über ihre Vergangenheit zu schweigen. Sie wollte vor dem warnen, was ihr als Jugendliche widerfahren war: … mehr
Große Reden, gefüllte Zuschauerränge, Fraktionstreffen in umliegenden Tagungslokalen. Vom Mai 1848 an standen Frankfurt und das dortige Paulskirchenparlament im Zentrum der politischen Aufmerksamkeit. Hier diskutierten die 587 Abgeordneten über eine deutsche Verfassung, Staatsform und vieles mehr. An sechs Tagen die Woche trafen sie sich in Ausschüssen, Fraktionen, im Plenum, Kleingruppen … mehr
Dass Mord nicht verjährt, ist heute in Deutschland eine Selbstverständlichkeit. Klar und deutlich heißt es dazu in Paragraph 78 des Strafgesetzbuches: Verbrechen nach § 211 (Mord) verjähren nicht. Strafgesetzbuch (StGB) § 78 Verjährungsfrist Doch so alt ist dieser Paragraph noch nicht. Erst am 3. Juli 1979 beschloss der Deutsche Bundestag, die … mehr
„Urmoment echten solidarischen Handelns“ (Jens Gieseke): Hennisdorfer Arbeiter:innen mar-schieren gemeinschaftlich nach Berlin-Mitte.
AdsD 6/FOTB002932
Elena Demke arbeitet als Referentin für historisch-politische Bildung beim Berliner Beauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Danke für diesen Gastbeitrag! Einerseits scheint es klar zu sein, wofür der Volksaufstand vom 17. Juni 1953 steht, wenn wir in diesem Jahr seinen 70. Jahrestag begehen, wenn der Opfer gedacht und die Ereignisse ins Gedächtnis gerufen werden: … mehr
US-Präsident John F. Kennedy während seiner Rede vor dem Schöneberger Rathaus. Quelle: The John F. Kennedy Presidential Library and Museum, Boston, gemeinfrei
Der Kalte Krieg ist, neben vielem anderen, auch ein Konflikt der Bilder und der Worte. Beide Lager sind stets darum bemüht, sich der eigenen Position zu versichern und sie gegenüber dem gegnerischen Lager abzugrenzen. So betonen Staatsmänner und -frauen auf beiden Seiten immer wieder, wie überlegen das eigene System sei … mehr
Barrikaden in der Rue Saint-Maur vor dem Angriff am 25. Juni. Eine von sehr wenigen Daguerreotypien der europäischen Revolution 1848/49. Bild: Charles-François Thibault.
Gerade einmal vier Monate war es her, dass von Paris aus eine Revolution über Europa rollte. Und nun brach erneut ein Aufstand in der französischen Hauptstadt aus: Tausende Arbeiter:innen zogen vom 22. bis zum 26. Juni durch die Straßen. Der Grund für diesen erneuten Aufstand war die Schließung der im … mehr
Ballhausschwur. Dunkel erinnert sich der oder die eine andere vielleicht noch an den Geschichtsunterricht. Die Vorgeschichte Der Ballhausschwur stand am Beginn der Französischen Revolution. Der französische König Ludwig XVI. hatte die Generalstände einberufen. Zum ersten Mal seit über 100 Jahren also trafen Vertreter des Klerus (Erster Stand), des Adels (Zweiter … mehr
17. Juni 1953: Demonstrationszug der Stahlwerker von Hennigsdorf in Ost-Berlin; Foto: AdsD/ FES, Signatur: 6/FOTB001831
Die Serie „17. Juni“ war ein Kooperationsprojekt des Berliner Beauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur mit Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Berliner Aufarbeitungsbeauftragten haben 2020 für den Blog geschrieben. Mehr Beiträge unter dem Schlagwort „17. Juni„. Am 17. Juni erinnern wir wieder an den Volksaufstand 1953 in der DDR. Die Proteste erreichten am … mehr
„Es macht mir recht viel Mühe, die Küche als den Hauptschauplatz meiner Tatkraft anzusehen.“ Dieser Satz ist programmatisch: Der Frankfurterin Clotilde Koch-Gontard (1813-1869) gelang es, aus dem klassischen Rollenklischee auszubrechen und Fuß in der Politik zu fassen. Damals wie heute sprach man von ihr als „Parlamentsmutter“ der Revolution 1848. Doch … mehr
Wien, vom Belvedere aus gesehen. Gemälde von Bernardo Bellotto (1758-1761). Quelle: Kunsthistorisches Museum Wien, gemeinfrei
Als die Mächtigen Europas am 18. September 1814 in der prachtvollen österreichischen Hauptstadt zu einem Kongress zusammenkommen, geht es um nicht weniger als die Zukunft des Kontinents. Denn seit dem Ausbruch der Französische Revolution vor einem Viertel Jahrhundert ist eine tiefgreifende Umwälzung nach der anderen über die europäischen Herrscherhäuser hereingebrochen. … mehr











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