„Auf Grund der Verordnung des Reichspräsidenten vom 29. August 1921 hat der Reichsminister des Innern das Erscheinen folgender Zeitungen auf die Dauer von 14 Tagen verboten: das ‚Deutsche Abendblatt‘ […] Berlin, das ‚Deutsche Tageblatt‘, Berlin, die ‚Deutsche Zeitung‘ Berlin, das ‚Deutsche Wochenblatt‘, Berlin-Friedenau, das ‚Spandauer Tageblatt‘, Spandau, den ‚Miesbacher Anzeiger‘, … mehr
Arbeiten in historischem Ambiente. Raphael Schmid in seinem Dienstzimmer im Staatsarchiv Sigmaringen; Foto: Staatsarchiv Sigmaringen.
In unserer Themenreihe “Stets zu Diensten” veröffentlichen wir die Berichte von (ehemaligen) Zivildienstleistenden, Freiwilligen und Menschen, die einen Wehrersatzdienst geleistet haben. Raphael Schmid absolviert derzeit ein Freiwilliges Soziales Jahr im Staatsarchiv Sigmaringen. Zuvor hat er ein Studium der Sonderpädagogik abgeschlossen. Die meisten Menschen aus meinem Bekanntenkreis haben bereits nach dem Schulabschluss ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) genutzt. Etwa, um sich beruflich zu orientieren, neue Perspektiven zu finden … mehr
Nach dem Mord an Erzberger wird nach den Attentätern per Plakat gefahndet; Bundesarchiv, Plak 002-009-021.
Am 27. August 1921 wiederholte der sozialdemokratische „Vorwärts“ eine Meldung vom vorangegangenen Abend: „Heute Vormittag wurde Reichsfinanzminister a. D. Erzberger in der Nähe von Griesbach in Baden erschossen. Zwei Burschen traten ihm plötzlich in den Weg und gaben ihm zwölf Kugeln in den Kopf. Erzberger ist tot. Die Täter sind … mehr
Matthias Erzberger im Jahr 1919. Quelle: Wikimedia, Bundesarchiv, Bild 146-1989-072-16 / Kerbs, Diethart / CC BY-SA 3.0 DE, Bild 146-1989-072-16
Vor 100 Jahren, am 26. August 1921, starb der ehemalige Reichsfinanzminister Matthias Erzberger. Er befand sich zu dieser Zeit mit seiner Familie im Urlaub. Im beschaulichen Schwarzwaldkurort Bad Griesbach suchte Erzberger Erholung, auch von den Attentaten, die er bereits überlebt hatte. Zwei Mal schon hatte man auf den Zentrumspolitiker geschossen … mehr
"Begegnung" von Yehuda Bacon, der als Teilnehmer an den Gesprächsrunden im Sikaron-Projekt dabei war.
In unserer Themenreihe “Stets zu Diensten” veröffentlichen wir die Berichte von (ehemaligen) Zivildienstleistenden, Freiwilligen und Menschen, die einen Wehrersatzdienst geleistet haben. Waltraud Mann war 1972 das erste Mal als Freiwillige in Israel und kehrte immer wieder zurück. Heute lebt sie in Kassel und ist weiter engagiert dabei, junge Leute für soziale Projekte zu gewinnen. Der Bericht über ihr Projekt Sikaron kann nach wie vor beim ASF bestellt werden. Als Senioren-Freiwillige von … mehr
Karl Liebknecht bei einer Kundgebung im Berliner Tiergarten (Dezember 1918), Abbildung: Bundesarchiv, B 145 Bild-P046271 / Weinrother, Carl / CC-BY-SA 3.0
Seit seiner Geburt scheint Karl Liebknecht ein Politikerleben vorherbestimmt zu sein. Für seine Überzeugungen saß er bereits im Gefängnis, wurde in mehrere Parlamente gewählt und hat sein Privatleben stets der großen Sache untergeordnet. Lesen Sie mehr zu Liebknechts Leben bis zum Ersten Weltkrieg im ersten Teil dieses Blog-Beitrags vom vergangenen … mehr
Vor 60 Jahren wurde der Zivildienst in der BRD eingeführt, 2011 traten die letzten Zivis ihren Dienst an. In unserer Themenreihe “Stets zu Diensten” veröffentlichen wir die Berichte von (ehemaligen) Zivildienstleistenden, Freiwilligen und Menschen, die einen Wehrersatzdienst geleistet haben. Melanie Müller ist Teil des Leitungsduos der Abteilung Kompetenzzentrum Freiwilligendienste des … mehr
Als im November 1918 die Revolution in der deutschen Hauptstadt Berlin ankommt, ist die große Stunde von Karl Liebknecht gekommen. Der sozialistische Politiker steht auf dem Balkon des Berliner Stadtschlosses und blickt in die Gesichter von Tausenden begeistert jubelnden Menschen, die nur darauf warten, dass er zu ihnen spricht. Seine … mehr
Vor 60 Jahren wurde der Zivildienst in der BRD eingeführt, 2011 traten die letzten Zivis ihren Dienst an. In unserer Themenreihe „Stets zu Diensten“ veröffentlichen wir die Berichte von (ehemaligen) Zivildienstleistenden, Freiwilligen und Menschen, die einen Wehrersatzdienst geleistet haben. Prof. Dr. Christoph Meyer ist Vorsitzender der Herbert-und-Greta-Wehner-Stiftung in Dresden. Statt … mehr
Originalbeschreibung: "Wahlkundgebung des Volksblockes für die Kandidatur Marx fand am 17.4. unter riesenhafter Beteiligung im Berliner Sportpalast statt. Als Redner fungierten Kandidat Marx, Erkelenz Demokrat und Müller Sozialdemokrat. Reichskanzler Marx spricht von der Tribüne des Sportpalastes zu der Menschenmenge." Foto: Bundesarchiv, Bild 102-01295 / CC-BY-SA 3.0.
Wie viele Reichskanzler der Weimarer Republik könnten Sie aus dem Stand nennen? Wenn Ihnen nun mehr als einer oder zwei einfallen, ist das sicher schon kein schlechtes Ergebnis. Die Weimarer Republik gehörte zu den Schwerpunkten meines Studiums, also sollte es eigentlich für mich viel leichter sein. Aber auch ich musste … mehr
Deutsche Truppen auf dem Weg an die Front (August 1914), Abbildung: Bundesarchiv, Bild 146-1994-022-19A / Tellgmann, Oscar / CC-BY-SA
Seit der Reichstagswahl 1912 ist die Sozialdemokratische Partei Deutschlands die stärkste politische Kraft und damit auch größte Fraktion im Parlament. Dies ist das Ergebnis eines beispiellosen Aufstiegs innerhalb nur weniger Jahrzehnte. Trotzdem regiert die SPD nicht, sondern sitzt in der Opposition. Als im Sommer 1914 der Erste Weltkrieg ausbricht, steht … mehr
Jede Demonstration oder politische, religiöse oder rassische Propaganda ist an den olympischen Stätten, Austragungsorten oder in anderen olympischen Bereichen untersagt. Regel 50 der Olympischen Charta. Neutralität, Universalität, Einheit und den Fokus auf die Leistung der Athlet*innen. All dies soll die Regel 50 der Olympischen Charta sicherstellen. Doch in den letzten … mehr
Theodor und Elly Heuss spenden für das Müttergenesungswerk; Bundesarchiv, Bild 146-1984-013-25; Wikimedia Commons / CC-BY-SA 3.0.
Teil 2: Demokratischer Wiederaufbau nach 1945 Als der amerikanische Leutnant John H. Boxer wenige Tage vor Kriegsende 1945 vor einem Haus in einem Heidelberger Vorort vorfährt, muss er zu seinem Ziel zunächst sprichwörtlich einige Hürden nehmen. Die Klingel zum Haus ist aufgrund des Stromausfalls in der ganzen Stadt nicht zu … mehr
V.l.n.r.: Wilhelm Cohnstaedt, Eugen Katz, Elly Heuss-Knapp und Theodor Heuss im Winter 1905/1906; Foto: Familienarchiv Heuss, Basel.
Teil 1: Demokratisches Wirken vom Kaiserreich bis nach Weimar Schwarzer Rahmen, weiße Reifen, strahlender Chrom – ein Traum von Freiheit auf zwei Rädern. Und darauf: Eine Frau in hochgeknöpftem schwarzem Kostüm. Der Hut auf dem Kopf und der lange Rock über dem Rahmen sehen dabei weder sportlich noch fortschrittlich aus. … mehr
Eine Petition, das ist eine Eingabe oder eine Bittschrift an eine zuständige Behörde oder Volksvertretung. Wie eine Bitte klingt das Schreiben, dass sich im Juni 1919 an die Weimarer Nationalversammlung richtet, allerdings nicht. In der Dibobe-Petition heißt es unter anderem: Die Eingeborenen verlangen Selbständigkeit und Gleichberechtigung, wie es jetzt in … mehr
Carl Schurz wurde 1829 in Liblar bei Köln geboren. Er gehörte zu den 1848er Revolutionären und wurde nach seiner Migration in die USA ein progressiv-engagierter Politiker. Von Rastatt in die Schweiz weiter nach England Nach dem Ende der Revolution von 1848 und dem Dresdner Maiaufstand von 1849 schloss sich Schurz … mehr
Das viel beschworene Lernen aus der Geschichte zeigt sich manchmal in ganz konkreten Regeln und Gesetzen. So versuchte beispielsweise auch die junge Bundesrepublik, die Fehler der Weimarer Republik nicht zu wiederholen. Eine Maßnahme hierfür ist die 5-Prozent-Hürde. Ziel der Hürde ist es, die Anzahl an im Parlament vertretenen Parteien möglichst … mehr
Ein Dudelsackspieler vor dem schottischen Parlament in Hollyrood, Edinburgh; Foto: derekmuller/Pixabay.
Der 18. September 2014 war für mich ein besonderer Tag. Eine Mehrheit der Schotten entschied sich gegen die Unabhängigkeit ihres Landes. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich mich schon entschieden, dass ich für den Master zurück nach Großbritannien gehen würde und eine der Universitäten, die ich ins Auge gefasst hatte, war … mehr
Zum Start des „(Online-) Gedenkbuchs der Sozialdemokratie 1933 bis 1945“ „Sie werden euch in einen neuen Weltkrieg hineinheben. […] Er [Hitler] ist der Kriegshetzer, der Jugendverderber, der Kameradenmörder. […] Dieser Mann will die Billigung und Bestätigung seiner Verbrechen von euch. Darauf gibt es nur eine Antwort: Nein, Nein, Niemals! Fort mit … mehr
Ambulante Pflege einer Seniorin durch einen Zivildienstleistenden in Muenchen,1996; Foto: Andreas Bohnenstengel
Liebe Leser*innen des Blogs Demokratiegeschichten, Zum Sommer 2021 wollen wir eine neue Themenreihe starten. Unter dem Titel „Stets zu Diensten“ suchen wir dafür nach Leuten, die zwischen 1961-2011 einen Zivildienst in der Bundesrepublik, einen Zivildienst im Ausland oder einen Wehrersatzdienst (z.B. Bausoldaten) in der DDR absolviert haben. Alternativ kommen Erzählungen von Freiwilligendiensten wie … mehr










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