Demokratiegeschichten

Tag: Weimarer Republik

Alle 98 Beiträge

Eugen Kogon – linker Intellektueller mit rechter Vergangenheit

Eugen Kogon zu bewerten ist in gleich mehrerlei Hinsicht sehr kompliziert. Erstens ist es schwer zu entscheiden, wie man Kogon in seinem Schaffen beschreiben soll. Zuviel könnte einem da einfallen: Journalist, Autor, Hochschullehrer, Fernsehmoderator, Intellektueller, Parteipolitiker, Friedensaktivist, Nationalist, Europäer, Verfechter eines autoritären Ständestaats, Sozialist, Demokrat, Katholik. Das wären nur einige … mehr

23.02.1871: Hedwig Dransfeld

Hedwig Dransfeld war römisch-katholisch. Ein ungewöhnlicher Einstieg, um jemanden vorzustellen. Zumal man Dransfeld auch als Politikerin, Frauenrechtlerin oder Lehrerin vorstellen könnte. Doch ihr Glauben und die Kirche waren prägend für Hedwig Dransfelds Engagement. Seit 1905 arbeitete sie für die Zeitschrift „Die Christliche Frau“. Von 1912 bis 1924 war sie zudem … mehr

Zum 150. Geburtstag: Friedrich Ebert

Am heutigen Tag vor 150 Jahren erblickte der „Hüter der Weimarer Republik“ das Licht der Welt: Friedrich Ebert wurde geboren. Anlässlich seines Geburtstages zeigt dieser Beitrag einen Ausschnitt seines Lebens und seines Wirkens. Früher Werdegang Friedrich war das siebte von insgesamt acht Kindern des Ehepaares Katharina und Karl Ebert. Er … mehr

28.10.1860: Hugo Preuß

Hugo Preuß war ein deutscher Staatsrechtslehrer und Politiker. Er war Mitbegründer der Deutschen Demokratischen Partei (DDP) und von Februar bis Juni 1919 Reichsinnenminister der Weimarer Republik. Im Auftrag des Rats der Volksbeauftragten entwarf er die Reichsverfassung. Ich darf sagen, wir haben uns gegenseitig, die Vertretung der Reichsregierung und die Vertreter der Gliedstaaten, das Leben ehrlich sauer … mehr

Schutz auf Zeit: Das Republikschutzgesetz

Bereits am Tag der Ermordung Walther Rathenaus durch Mitglieder der republikfeindlichen Organisation Consul erließ die Regierung Verordnungen zum Schutz der Republik. Einen knappen Monat später, am 21. Juli 1920, folgte die Einbringung eines entsprechenden Gesetzes. Das sogenannte Republikschutzgesetz galt bis 1929 und regelte den Umgang mit republikfeindlichen Positionen. Inhalt des … mehr

„Dieser Feind steht rechts!“ – Die Ermordung von Walther Rathenau

24. Juni 1922. Es ist Samstagmorgen und Walther Rathenau befindet sich auf dem Weg ins Auswärtige Amt. In einer langen Kurve auf der Königsallee in Berlin-Grunewald wird sein Wagen von einem anderen Auto überholt. Plötzlich fallen Schüsse, der Außenminister der Weimarer Republik sinkt getroffen zurück. Sein Fahrer und eine Fußgängerin … mehr

Angriff auf die Demokratie: Der Lüttwitz-Kapp-Putsch

Demokratie ist nicht selbstverständlich. Ein Satz, viel beschworen, häufig wiederholt. Ob wir ihn wirklich verinnerlicht haben? Manchmal scheint es so, als würden wir vergessen, dass Demokratie eben doch stark vom Engagement ihrer Bürger*innen abhängt. Das ist keine neue Erkenntnis, sondern eine Erfahrung, die schon die Bürger*innen der Weimarer Republik machten. … mehr

Heinrich Krone – Ein Katholik in Berlin und Bonn

Politik erscheint stets als ein Kräftemessen von Alphatieren und kaum vergeht ein Tag in dem dieses Bild in den verschiedenen Medien nicht z.B. auf die momentane Debatte um den Vorsitz der CDU angewendet wird. Meist erinnern wir uns an die Personen an der Spitze wie Adenauer, Brandt, Schmidt und Kohl, … mehr

„Gier – Weimar, die erhitzte Republik“

Gier ist laut einer Definition des Dudens ein „auf Genuss und Befriedigung, Besitz und Erfüllung von Wünschen gerichtetes, heftiges, maßloses Verlangen“, eine „ungezügelte Begierde“. Im Deutschland der 1920er Jahre war Gier allgegenwärtig. Rausch und Ektase, Partys und Vergnügen prägten während der „Goldenen Zwanziger“ den Alltag – zumindest den der wohlhabenenden … mehr

Konrad Adenauer – Vorbild und Spiegelbild der deutschen Geschichte

Im Rahmen meines Promotionsstudiums hatte ich im vergangenen Jahr sehr häufig mit dem Erbe des ersten deutschen Bundeskanzlers Konrad Adenauer zu tun. Aber aus den vielen Gesprächen und Begebenheiten sticht doch ein Erlebnis hervor, welches sich vor drei Monaten ereignete. Im Rahmen eines Workshops stellte ich Konrad Adenauer als ein … mehr

Ganz modernes Kino

Metropolis, Nosferatu, Der blaue Engel, Im Westen Nichts Neues: Nicht alle werden diese Filme gesehen haben, aber die Titel kennen die meisten. Erstaunlich, denn es sind nicht gerade die Blockbuster des Jahres 2019. Aber sie waren mal sehr neu und modern, nämlich in der Weimarer Republik. Damals löste der Tonfilm … mehr

Erschossen im Schwarzwald

Der 26. August 1921 war ein Sonntag. Der ehemalige Reichsfinanzminister Matthias Erzberger machte einen Kurzurlaub zusammen mit seiner Frau und seiner siebenjährigen Tochter im idyllischen Schwarzwaldkurort Bad Griesbach. An jenem Sonntagmorgen vor 98 Jahren wandert Erzberger hinauf zum Berg Kniebis, gemeinsam mit seinem Parteifreund, dem Zentrumspolitiker Carl Diez. Auf dem … mehr

Erinnerung an Kurt Eisner (1867-1919) – Politiker, Demokrat, Pazifist

Dieser Beitrag wurde von GeschichtePLUSdigital der LMU München verfasst. Herzlichen Dank für den Artikel! Demokratiegeschichte, die Erinnerung an Demokratie und digitale Medien gehen ein immer engeres Verhältnis ein. Auch in der Lehrerbildung gewinnt dieser besondere Aspekt historisch-politischen Lernens an Raum. An der LMU München, Lehrstuhl für Didaktik der Geschichte und Public History, arbeitet bereits seit drei Jahren ein Projektteam im Rahmen der vom … mehr

Graphic Novel: „Emil. Tagebücher aus der Weimarer Republik“

Tagebücher? Sowas schreiben doch nur Mädchen! So jedenfalls denkt Moritz, genannt Mo, ein 15-jähriger Schüler in Berlin. Bis er auf dem Dachboden die Tagebücher seines Urgroßvaters Emil findet. Der fing an zu schreiben, als er in Mos Alter war. Und hatte, ungeachtet seines Alters, so einiges zu erzählen … Kieler … mehr

Georg Eckert

Wer war Georg Eckert? Außerhalb von Braunschweig weiß das kaum jemand. Wahrscheinlich können nicht alle Braunschweiger*innen seinen Lebenslauf aufsagen. Aber zumindest wissen viele, dass es ihn gegeben hat, dass eine Straße seinen Namen träg und auf dem Braunschweiger Hauptfriedhof ein Gedenkstein an ihn erinnert. Und dann gibt es in Braunschschweig … mehr

Flaggenkampf in der Weimarer Republik

Die junge Demokratie der Weimarer Republik war von ihrer Geburt bis zu ihrem Untergang ein Kampfplatz widerstreitender Gruppen und Ideologien. Besonders verbittert wurde um Symbole gestritten, so etwa um die Farben der Reichsflagge. Die demokratischen Kräfte assozierten Schwarz-Rot-Gold mit dem republikanischen Aufbruch. Dementgegen sehnten sich die monarchistischen und völkischen Gruppierungen … mehr

Ein Leben für Freiheit und Gerechtigkeit – die Widerstandskämpferin Tony Sender

An eine besondere und vielseitige Frau möchte ich heute, am 26. Juni 2019, erinnern: an die Widerstandskämpferin Tony Sender (1888-1964). Sie war sowohl Sozialdemokratin und Reichstagsabgeordnete als auch Gewerkschafterin, Journalistin und Menschenrechtlerin – und darüber hinaus „Rebellin, Demokratin, Weltbürgerin“. Unter diesem Titel widmete ihr das Historische Museum in Frankfurt am … mehr

Elisabeth Selbert und der Kampf für die Gleichberechtigung

Mit der Blogparade „Was bedeutet mir die Demokratie?“ #DHMDEMOKRATIE holt das Deutsche Historische Museum seinen Demokratie-Schwerpunkt auch ins Netz. Auch wir möchten uns mit diesem Beitrag an der Aktion beteiligen. Bis zum 28. Mai habt ihr ebenfalls noch Gelegenheit, aktiv zu werden! Manchmal macht ein auf den ersten Blick unerheblicher Unterschied in der Formulierung vieles aus. „Männer und Frauen sind gleichberechtigt.“ Artikel 3(2) des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland So steht es im dritten Artikel des Grundgesetzes. Doch um … mehr