Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit und Menschen haben in der Vergangenheit viel dafür geopfert, dass diese Staatsform für uns heute Normalität ist. Sich ihre Geschichte immer wieder bewusst zu machen, ist auch ein wichtiges Anliegen unseres Blogs. Um der Frage weiter nachzugehen, inwiefern die Geschichte der Demokratie heute noch für uns … mehr
Ein Gedanke dazu, warum ich in einem Land mit enormen innenpolitischen Herausforderungen gute Laune habe, weil ich in der politischen Bildung arbeite Ich denke, wir können uns entscheiden. Für ein Zugehen aufeinander, trotz der inneren Überzeugung, dass der oder die andere im Gespräch eben völlig idiotisch handelte oder argumentierte. Ein … mehr
Aufruf der provisorischen Revolutionsregierung in Lörrach während des „Struve-Aufstands“, September 1848, Abbildung: gemeinfrei
2019 fand in Rastatt in der Erinnerungsstätte für die Freiheitsbewegungen in der deutschen Geschichte ein Kolloquium statt, das sich mit einem der vergessenen Helden der deutschen Demokratiegeschichte beschäftigte: Gustav Struve (1805-1870). Ziel der Veranstaltung war es, einen Beitrag dazu zu leisten, dem weitestgehend unbekannten 1848er einen würdigen Platz in der … mehr
Die Sperranlage zwischen Israel und dem Westjordanland bei Jerusalem, Foto: Ralf Roletschek / Roletschek.at
Seit seiner Gründung vor über siebzig Jahren sind Israel und sein Charakter als jüdischer Staat ein viel diskutiertes Thema. Erst vor Kurzem warf die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch Israel mit Blick auf den Umgang mit seinen nicht-jüdischen Bewohner*innen Apartheid vor. Die hier aufgeworfene Frage dreht sich im Kern darum, ob … mehr
Sitzung der Frankfurter Nationalversammlung im Juni 1848 (Kolorierte Zeichnung von Ludwig von Elliott, 1848), Abbildung: gemeinfrei
Im März 1848 herrscht in Europa Revolution! Auch in vielen deutschen Staaten begehren die Bürger*innen auf gegen Überwachung und Kontrolle durch die Obrigkeit. Infolgedessen fliehen viele Fürsten oder machen Zugeständnisse. Ende März entscheidet ein Vorparlament, deutschlandweite Wahlen durchzuführen. Am 18. Mai 1848 wird dann in der Frankfurter Paulskirche die erste … mehr
Internationaler Tag gegen Homophobie, Transphobie und Biphobie: 17.Mai 2017-Ulmer Rathaus; Foto: Kereul/CC BY-SA 4.0
„Das ist nicht normal.“ oder „Das ist krank.“ Sätze, die Mitglieder der LGBTIQ*-Community leider immer noch zu hören bekommen. Um auf die Diskriminerung von Menschen hinzuweisen, die von der Heteronormativität abweichen, gibt es seit 2005 den Internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie. Er findet am heutigen 17. Mai … mehr
Diskussionen über Israel, seine Geschichte und Politik werden nicht selten kontrovers und hoch emotional geführt – gerade in Deutschland. Das Verhältnis zwischen diesen Ländern ist schlicht und ergreifend ein besonderes. Deutschlands historische Verantwortung Israel gegenüber, Meinungen zum grundsätzlichen Existenzrecht des jüdischen Staates und die Ablehnung gegenwärtiger politischer Verhältnisse dort werden … mehr
An der Clara-Zetkin-Straße in Berlin-Mitte, nahe der US-Botschaft: Mirko Pusch, Lutz Nagorski, Martin Böttger, Mario Wetzky (v,l.n.r.). Quelle: MfS HA VIII (Observation)/ Matthias-Domaschk-Archiv der Robert-Havemann-Gesellschaft.
Wer sich in der DDR für den Weltfrieden einsetzen wollte, musste damit rechnen, es mit dem Ministerium für Staatssicherheit (MfS) zu tun zu bekommen. Manchmal standen sich die Stasi-Mitarbeiter bei ihren konspirativen Aushorch-Aktionen aber auch selbst im Weg. Hier möchte ich darüber berichten, wie mir der Zufall zum Erfolg dabei … mehr
Napoleons Einzug in Berlin am 27. Oktober 1806 (Historiengemälde von Charles Meynier, 1810), Bild: gemeinfrei
Die Vergangenheit steckt voller verblüffender Geschichten. Sie erzählen etwa von Menschen, die Ereignisse ausgelöst haben, die sie selbst nicht vorhersehen konnten – geschweige denn beabsichtigt hätten. Eine solche Geschichte ist die von Napoleon Bonaparte (1769-1821) und der Demokratie in Deutschland. Auf Korsika geboren, erklimmt er während der Französischen Revolution die … mehr
Pressefreiheit: Dieses Thema drängt sich dem Blog Demokratiegeschichten geradezu auf. Denn ohne Pressefreiheit gäbe es diesen Blog – zumindest in dieser Form – wohl nicht. Kritisch berichten und zur Meinungsbildung beitragen: Das sollte und ist das überwiegende Ziel der freien Medien. Lässt sich das nicht umsetzen, weil etwa der Staat … mehr
Am Montag erschien Teil I des Beitrags zu Benjamin Disraeli. Er beschäftigt sich mit seinem privaten und politischen Leben bis zur ersten Ernennung zum Premierminister des Vereinigten Königreichs. Aus gesundheitlichen Gründen zog sich der Earl of Derby Anfang 1868 aus der Politik zurück. So öffnete sich eine Tür für Disraeli, als er von Königin Victoria als neuer … mehr
Unsere politische Historie ist eng mit der Geschichte anderer europäischer Länder verbunden, die in ihrer politischen Entwicklung mittelbar und unmittelbar Einfluss auf unser Land hatten. Dabei begegnen wir oft Demokratiegeschichten, die der Entwicklung in Deutschland vorauseilten oder hinterherliefen. Sie halten uns auf diese Weise einen Spiegel vor und geben uns neue Einsichten in … mehr
Am Anfang muss ich gestehen: Ja, ich bin ein Fan der Geschichten von Manfred Schmidt über den Meisterdetektiv Nick Knatterton, die in den 50er und 60er Jahren in der Zeitschrift „Quick“ veröffentlicht wurden. Die Geschichten um diesen Alleskönner in Karo, stets mit Pfeife im Mund, dem nahezu alles gelingt und … mehr
Manche Demokratiegeschichten lassen sich locker herunter schreiben. Bei anderen scheint schon der erste Satz eine unüberwindbare Hürde. Diese Demokratiegeschichte gehört eher zu letzteren. Und das nicht, weil ich das Thema langweilig fände. Im Gegenteil! Über das Verhältnis von Kirche und Demokratie wollte ich schon lange etwas schreiben. Speziell über das … mehr
Der Einzug des Vorparlaments in die Paulskirche am 21. März 1848, Frankfurt am Main; Maler: Jean Ventadour; gemeinfrei.
Dr. Peter Lautzas ist Historiker, war von 2002-2012 Bundesvorsitzender des Verbands der Geschichtslehrer Deutschlands (VGD) und ist seit 2015 Vorsitzender des Stadthistorischen Museums Mainz. Gedenktage sind Spiegelbilder der eigenen Werthaltung, staatliche Gedenktage die einer Nation. Anhand historischer Gedenk- und Feiertage wird deutlich, welches Bild eine Nation von sich selbst und … mehr
Leider stammt der Begriff „Vater Courage“ nicht von mir. Den haben die Jusos schon 2010 für Wolfang Thierse geprägt. Damals nahm Thierse als Bundestagsvizepräsident an einer Sitzblockade gegen einen Neonazi-Aufmarsch teil. Thierse kann nerven, ohne Frage. Aber er ist einer der wenigen Querköpfe und Gegen-den-Strom-Schwimmer, die wir haben. Und die … mehr
Konrad Adenauers Wohnhaus in Rhöndorf, Foto: Horst Voßmann/Stiftung
Bundeskanzler-Adenauerhaus, Rhöndorf.
An den Ausläufern des Siebengebirges fand am 21. August 1949 ein inoffizielles Treffen vieler führender CDU-Politiker im Privathaus Konrad Adenauers statt. Dieser hatte die Versammlung mit seinen politischen Verbündeten geplant, um schon frühzeitig entscheidenden Einfluss auf die versammelten Politiker und Parteifunktionäre auszuüben. Adenauer hatte bereits ausgeführt, warum er gegen eine … mehr
Arbeitszimmer von Konrad Adenauer in seiner Villa in Rhöndorf, Foto: Stiftung
Bundeskanzler-Adenauerhaus, Rhöndorf.
Politische Macht und Entscheidungen verbinden wir in der Regel mit bestimmten Orten. In Deutschland sind das für gewöhnlich die Gebäude der drei Gewalten in unserem Staat: Das Reichstagsgebäude als Parlament, das Bundeskanzleramt und die Ministerien als ausführende Staatsorgane und die Gerichtsgebäude als Orte der Rechtsprechung. Im Ausland ist diese Tendenz … mehr
Originalbeschreibung: "Die Eröffnung des neugewählten 13. deutschen Reichstags, des letzten Reichstags vor der Revolution, am 7. Februar 1912". Foto: wikimedia/gemeinfrei.
UNormalerweise denkt man beim Begriff „Kaisertum“ nicht unbedingt an ein Regierungssystem, welches seinen Bürger*innen irgendeine Art von Mitsprache am politischen Entscheidungsprozess erlaubt. Doch auch in Staaten, an deren Spitze ein kaiserlicher Monarch steht, gibt es bisweilen demokratische Partizipationsmöglichkeiten. Ein Beispiel für eine solche konstitutionelle Monarchie ist das Deutsche Kaiserreich (1871-1918), … mehr
Hedwig Dransfeld, Von unbekannt - Büro des Reichstags (Hg.): Reichstags-Handbuch 1924, II. Wahlperiode, Berlin 1924, PD-§-134.
Hedwig Dransfeld war römisch-katholisch. Ein ungewöhnlicher Einstieg, um jemanden vorzustellen. Zumal man Dransfeld auch als Politikerin, Frauenrechtlerin oder Lehrerin vorstellen könnte. Doch ihr Glauben und die Kirche waren prägend für Hedwig Dransfelds Engagement. Seit 1905 arbeitete sie für die Zeitschrift „Die Christliche Frau“. Von 1912 bis 1924 war sie zudem … mehr










Neueste Kommentare